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Wurmkur
Chemische Wurmkuren zielen darauf ab, die Würmer im Darm abzutöten bzw. abzutreiben. Um Endoparasiten, die bekanntlich sehr widerstandsfähig sind, abzutöten, bedarf es starker chemischer Toxine. Die dem Tier zugeführten Stoffe führen zu einer nicht unerheblichen Belastung des Stoffwechsels.

Die Industrie und verschiedene Befürworter der chemischen Dauerentwurmung beteuern immer wieder, dass diese Gifte für das Tier unschädlich sind. Doch unter dem Begriff unschädlich, welcher doch ein sehr dehnbarer Begriff ist, fallen wohl dann auch diese Ergebnisse :

Praziquantel (Ein Wirkstoff in Wurmkuren)
  • Erbrechen
  • Diarrhoe
  • Anorexie
  • Ataxie
  • Kolik ( bei Pferden )


Wenn man sich einmal anschaut was eine chemische Wurmkur im Einzelnen bedeutet:

  • Es bilden sich immer mehr Resistenzen gegen chemische Wirkstoffe
  • Die Inhaltsstoffe belasten beim Produktionsvorgang unsere Umwelt
  • Die Inhaltsstoffe belasten die Entgiftungsorgane unserer Tiere massiv
  • Tote Würmer geben im Darm Toxine ab und belasten die Entgiftungsorgane
  • Die verendeten Würmer werden nicht sofort ausgeschieden und verweilen noch einige Tage im Darm und geben, wie alle verwesenden Organismen, wiederum Verwesungsgifte im Körper des Tieres ab.
  • Die durch den Tod freigesetzten Schwermetalle ( welche durch die Würmer gebunden werden ) belasten das Tier zusätzlich.
  • Es werden nicht nur die schädlichen Parasiten abgetötet, sondern es wird gleichzeitig die Mikroflora des Darms massiv gestört


Vor diesem Hintergrund sollte sich der verantwortungsbewusste Tierhalter die Frage nach Alternativen stellen. Es gibt weit mehr als die chemische Wurmkur. Ich denke ein gesundes Mittelmaß an Chemie und den natürlichen Methoden sollte eine Selbstverständlichkeit für alle Tierhalter sein.


Aus diesen Gründen sollte nur in wirklich notwendigen Fällen chemisch entwurmt werden und anschließend, genau so wichtig, sollten alle Möglichkeiten zur Regeneration der Darmschleimhaut ausgeschöpft werden.

Mögliche Alternativen:
Zappen: Anwendung nach Dr. Hulda Clark
Kolloidales Silber: In Europa speziell in Deutschland wenig bekannt A
brotanum D1: Nicht bei Lungen oder Pansenwürmern
Cina D4: hilft bei vielen Arten von Fadenwürmern, und kann mit Abrotanum kombiniert werden.

Bienenkittharz kann ebenfalls eingesetzt werden, ist aber vielen eher unter Propolis bekannt.

Diese möglichen Alternativen sollten jedoch nur unter fachkundiger Anleitung verwendet werden, da in den meisten Fällen die Dosierung individuell angepasst werden muss.

Eine weitere Alternative stellt das Contra Wurm dar. Hier handelt es sich um eine spezielle Mischung aus Kräutern und Gemüseextrakten. Diese würden sich Wildtiere suchen, um den ernährungsbedingten Mangel an Kräutern, zur Unterstützung / Stabilisierung der Magen- und Darmflora, auszugleichen. Die Dosierung erfolgt je nach Körpergewicht des jeweiligen Tieres. Contra Wurm sollte 2 mal im Abstand von 10-14 Tagen verabreicht werden. Dieses Mittel sollte nur vor ausgedehnten Spaziergängen bzw. unter freiem Zugang z. B. zur Katzentoilette verabreicht werden. Bei Pferden wird das Einstellen über 2 Tage in einem befestigten Bereich empfohlen, der gut gereinigt werden kann.

Alle Mittel sollten jedoch grds. nur eingesetzt werden, wenn ein tatsächlicher Bedarf vorliegt.

Ich empfehle vor und nach einer Wurmkur eine Kotprobe untersuchen zu lassen.

Abschließend noch einige Dinge zur gefürchteten Magendassel bei Pferden

Der Befall mit Magendasseln, auch Magenbremsen (Gasterophilus intestinalis) ist weit verbreitet. In manchen Gegenden ist jedes 2. Pferd befallen.


In den Monaten Juni bis September legen die weiblichen Dasselfliegen ihre sehr widerstandsfähigen und mit einem besonderen Haftapparat versehenen Eier an den Haaren der Pferde ab. Die daraus schlüpfenden Larven 1 dringen beim Belecken der befallenen Stellen in die Schleimhaut der Maulhöhle der Pferde ein.

Nach einer Häutung suchen die Larven 2 ihren eigentlichen Sitz im Magen auf, wo sie zur Larve 3 heranwachsen. Wie oben beschrieben, werden die Larven durch das Belecken der gelben Eihüllen dazu veranlasst, zu schlüpfen. Der gleiche Effekt wird erzielt, in dem man die abgelegten Eier an den Pferdebeinen mit einem feuchten, warmen Tuch abreibt! Die Larven glauben es mit einer Pferdezunge zu tun zu haben und verlassen ihre schützende Umhüllung. Nur die gelben (aber dann leeren) Eihüllen bleiben kleben. Wer mag, kann diese dann abschaben. Den Lappen nach der Benutzung bitte entsorgen
 

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